Reisebericht Brasilien/ Santa Catarina Juni 2004

 

29. Mai 13:30 Uhr. Der Airbus 320 befindet sich im Landeanflug auf Florianópolis. Neugierig beobachten wir durch das Flugzeugfenster den unter uns vorbeiziehenden Küstenstreifen. Zu unserer Überraschung wechseln sich unberührt wirkende Buchten mit Städten ab, deren Skylines eher an New York erinnern, als an ein verträumtes Paradies. Wir sind ein bisschen irritiert.

Nach dem Auschecken erwartet uns Adi, einer der Führer vom Abenteuerteam, mit erhobenem Daumen (landestypische Begrüßung) und manövriert uns und unser verbliebenes Gepäckstück – eine Reisetasche wurde am Charles-de-Gaulle in Paris nicht mitverladen – zu seinem Auto. Fröhlich und in hervorragendem Deutsch beantwortet Adi alle unsere Fragen, mit denen wir ihn bestürmen. Nach einer einstündigen Autofahrt über gewöhnungsbedürftige Straßen und Autobahnen, erreichten wir unser Ziel: Estaleiro. Und tatsächlich: keine Hochhäuser weit und breit; im Gegenteil! Nur ein paar vereinzelte Häuser säumen den fast menschenleeren Strand.

Strand von Estaleiro
Strand von Estaleiro

Hocherfreut nehmen wir unser Feriendomizil in Augenschein. Die beiden Appartements, mit Blick auf den Atlantik, liegen oberhalb des Restaurants. Wir nehmen eines der beiden in Beschlag und sehen uns im Wohnzimmer um. Alles ist farbenfroh, gemütlich und sehr sauber. Die bequeme Hängematte auf dem Balkon erfährt im Laufe der zwei Wochen eine rege Nutzung. Nach einem Begrüßungs-Caipirinha auf der Veranda des Restaurants und der Nachfrage unsererseits, wie es denn mit den Angelmöglichkeiten aussähe, geht es mit Adi umgehend zur ersten Lektion an den Strand.

Unser Schlafzimmer
Unser Schlafzimmer

„Zum Angeln brauchst Du Tatuides als Köder!“ spricht`s und fängt an zwischen zwei riesigen anrollenden Wellen im nassen Sand zu buddeln. Ausgerüstet mit den Strandkrebsen, die wir nach einigen Versuchen aus dem Sand bergen, geht`s dann zum Brandungsangeln. Der Erfolg sollte aber noch ein bisschen auf sich warten lassen...

Am nächsten Morgen überrascht Fatima, der gute Geist des Hauses, uns mit einem wunderbaren Frühstück: frische Brötchen, Wurst und Käse, frisches Obst, Cornflakes, Saft, Honig und sogar Nutella! Wir setzen uns an den gedeckten Tisch auf der Veranda und lassen es uns, begleitet vom Rauschen der Wellen, so richtig schmecken. Der Himmel ist bedeckt und daher beschließen wir auf die Suche nach einem ECAutomaten oder einer Wechselstube zu gehen. (3,55 Real = 1 Euro)

Der Frühstückstisch direkt am Strand ist gedeckt
Der Frühstückstisch direkt am Strand ist gedeckt

Das bedeutet, dass wir mit dem Linienbus 106 von Estaleiro nach Balneário Cambúrio fahren. Ausgerüstet mit dem Busfahrplan und dem Hinweis, dass die effektiven Abfahrtzeiten auch gerne mal 10 Minuten später liegen, gehen wir zur Bushaltestelle, die keine 3 Minuten Fußweg vom Appartement entfernt ist. Wie vorausgesagt kommt,10 Minuten nach der Zeit, der fast leere Omnibus und sammelt uns ein. Etwas unschlüssig stehen wir vor einem Drehkreuz im vorderen Bereich des Vehikels. Der ältere Herr, der daneben sitzt, nimmt uns 1,75 Real (ca. 50 Eurocent) ab und lotst uns durch das Drehkreuz. Später finden wir heraus, dass es sich bei dem Drehkreuz um die brasilianische Anti-Schwarzfahrermaßnahme handelt. Schnaufend erklimmt der Bus den ersten steilen Berg. Aus den anschließenden 11 Kilometern bis in die Stadt macht der Busfahrer bergab eine rasante Achterbahnfahrt. Den letzten Berg erklommen, fällt unser Blick auf eine imposante Skyline.

Mit wackeligen Knien verlassen wir das Vehikel. Wir stehen vor einer gedrungenen Kirche in Mitten der vielen Hochhäuser und sehen in den Stadtplan. Richtung Strand zu laufen erscheint uns zunächst das Einfachste. Auf dem Weg dorthin staunen wir nicht schlecht, weil die Hochhäuser keine Büros oder Geschäftsräume, sondern Wohnungen beherbergen. Später sollten wir herausfinden, dass es sich um Ferienwohnungen handelt. An der Strandpromenade flanieren die Sonntagsspaziergänger.

Auf der Suche nach einer Bank oder Wechselstube irren wir weiter durch die Stadt. Erfolglos stecken wir unsere Kredit- und EC-Karte in alle Automaten, die wir finden können und beschließen unsere Suche nach dem Mittagessen fortzusetzen. Da im Juni die Tahina-Saison beginnt (Tahina ein großer Fisch, der an der Küste entlang zieht und Flüsse hinaufschwimmt um zu laichen) bestellen wir uns eine Portion davon. Als das Essen kommt, sind wir einigermaßen überrascht: der Kellner stellt einen riesigen Fisch vor uns ab. Dazu gibt es Salzkartoffeln, eingelegtes Gemüse, weißen Reis, Gemüsereis, schwarze Bohnen, Krabbensauce und Kräuterbrot. Wer soll das alles essen? An dieser Stelle sei noch angemerkt, dass Tahina nur etwas für echte Fischfans ist. Das Fleisch ist fest und intensiv im Geschmack. Als die Rechnung serviert wird, erleben wir unsere nächste Überraschung. Der Rechnungsbetrag beläuft sich auf 38 Real. Eine für zwei gute Esser ausreichende Portion Fisch und zwei Bier für rund 10 Euro. Das ist durchaus ok.

Dirk isst leckeren Taihina Fisch
Dirk isst leckeren Taihina Fisch

Derart gestärkt setzen wir die Suche fort und werden in der Nähe der Avenida Brasil auch fündig. Die Wechselstube bietet einen annehmbaren Kurs. Mit dem Bus, der sich auch dieses Mal um 10 Minuten verspätet, geht es wieder zurück nach Estaleiro. Glücklicherweise bevorzugt dieser Motorista einen moderateren Fahrstil als sein Kollege von der Hinfahrt. Nach und nach reisen die anderen Gäste an und am Mittwoch morgen sind wir dann komplett.

Adi und Fatima zaubern am Mittag ein Welcome-Churrasco: Fleisch vom offenen Feuer. Rechtzeitig, bevor die erste Tour beginnt, trudelt auch die langersehnte Reisetasche ein. Vier Tage nachdem wir sie zuletzt gesehen haben.

Am Freitag geht es dann auf große Tour. Der Bus, der uns ins bergige Hinterland auf die „Fazenda do Barreiro“ bringen soll, verlässt Estaleiro in Richtung Westen. Nach zwei Stunden kündigt Adi einen kleinen Snack an. Hinter der nächsten Kurve erscheint eine kleine Bretterbude am Straßenrand. Der Bus hält an. Der Besitzer rührt in einem in die Jahre gekommenen Kochtopf, der auf offenem Feuer neben dem Bretterverschlag blubbert. Adi erklärt, dass es sich um Araukarien-Samen (Araukarien sind dinosaurier-alte Bäume) handelt, die in Salzlake gekocht werden und wie eine Mischung aus Maronen und Bohnen schmecken. Wir sind gespannt. Da vor der Kostprobe noch die Technik des Puhlens der Samen erlernt werden muss, haben wir viel Spass damit. Die Samen werden jetzt, zur Reifezeit, gesammelt und sind eine Delikatesse. Uns schmecken sie sehr gut.

Schmecken irgendwie interessant - Araukaria-Samen
Schmecken irgendwie interessant - Araukaria-Samen

Nach gut vier Stunden biegt unser Bus in einen kleinen Schotterweg ein und rumpelt den Hügel hinauf. Oben angekommen bietet sich uns ein fantastischer Ausblick über das weite Hochland und auf die Rinderfarm. Auf dem Parkplatz werden wir schwanzwedelnd von den vier Collies der Farm begrüßt. Nachdem wir die Reisetaschen in unseren direkt am Fluss gelegenen Appartements verstaut haben, nehmen wir an der Bar im Haupthaus einen Begrüßungs-Cachassa bevor es zum ersten Ausritt geht.

Ausritt auf der Fazenda do Barreiro
Ausritt auf der Fazenda do Barreiro

Derart ermutigt zieht es uns neugierig in Richtung Stall. Jeder erhält ein Pferd und eine kurze Einweisung, wie es zu steuern ist. Danach geht es, von zwei echten Gauchos geführt, los. Gemütlich reiten wir durch das in goldenes Nachmittagslicht getauchte Hochland. Die Pferde sind hervorragend ausgebildet, aufmerksam und trittsicher. Wenig später rasten wir oberhalb eines kleinen Wasserfalls. Der Rückweg führt uns an einem See entlang in dessen Mitte eine kleine Insel aufragt. Von weitem erkennen wir Wasserschweine auf dem Eiland.

Zurück auf der Fazenda gönnen wir uns einen kleinen Saunagang gegen den Muskelkater. Nach dem abendlichen Buffet versammeln wir uns im Winterhaus am Lagerfeuer und lassen den Abend in gemütlicher Runde ausklingen. Am nächsten Morgen erwartet uns eine Überraschung: weißer Nebel liegt über der Fazenda und die Scheiben der Autos sind zugefroren. Es sind – 2 °C. Der Besitzer der Fazenda verspricht beim Frühstück schönes Wetter. Wir hoffen. Und tatsächlich, der Nebel verschwindet unter den wärmenden Strahlen der Sonne.

Die Sonne lässt sich blicken
Die Sonne lässt sich blicken

Der Himmel strahlt in seinem schönsten Blau und die Luft ist kristallklar. Wir besteigen unsere Pferde und brechen zu einem weiteren Ausritt auf. Der Weg führt uns durch einen kleinen verwunschenen Wald am Fluss entlang. Wir haben den Eindruck durch einen Hollywood-Zauberwald zu reiten. Der Gaucho sorgt dafür, dass die freilebenden tierischen Bewohner gebührenden Abstand halten.

Dirk hoch zu Ross
Dirk hoch zu Ross

Mittags kehren wir zur Fazenda zurück und gönnen uns und den Pferden eine kleine Siesta. Am Nachmittag unternehmen wir einen Ausritt auf die umliegenden Höhen. Der Blick ist atemberaubend. Gegen Abend, es wird wieder kühl, reiten wir erschöpft zur Fazenda zurück. Der Muskelkater ist groß und O-beinig staksen wir vom Sattelplatz zum Haupthaus.

Am nächsten morgen heißt es Abschied nehmen. Wir fahren zurück durch die Berge Richtung Küste. Nach zwei Stunden biegen wir ab und erreichen die Basisstation von der aus es zur Kajak-Tour geht. Ausgerüstet mit Neopren-Shorty, Schwimmweste, Helm und Windjacke fahren wir per Bus den Fluss hinauf. Nach einer kurzen Einweisung steigen wir mit je einem Guide, in die Zweier-Kajaks. Nach der ersten Flussbiegung gibt`s erst einmal eine Abkühlung für alle. Die Guides lassen die Boote umkippen, der Neopren läuft voll Wasser und wie man zurück ins Kajak klettert, wäre somit auch geübt.

Zunächst paddeln wir gemütlich los...
Zunächst paddeln wir gemütlich los...

Es kann losgehen. Zunächst paddeln wir gemütlich den Fluss runter und genießen den rechts und links aufragenden Regenwald. Dann kommen die ersten Stromschnellen. Es macht riesig Spass und die Guides sind super drauf. Von Zeit zu Zeit intonieren die Jungs ein paar brasilianische Lieder. An einem größeren Wasserfall halten wir an, um die Kajaks, besetzt mit je einem von uns, den sechs Meter hohen Felsen hinabrutschen zu lassen. Zwei fallen beim Aufprall ins Wasser und werden sofort von den Guides, die sich rund um das Becken am Fuße des Wasserfalls positioniert haben, mit Hilfe von Rettungsleinen aus dem Wasser gezogen. Passiert ist keinem etwas – weder uns, noch den Teilnehmern früherer Touren.

...dann wirds immer wilder...
...dann wirds immer wilder...

Nach einem kurzen Picknick geht es weiter. Am Ende der Strecke sind wir dann doch einigermaßen erschöpft und freuen uns auf eine Dusche und trockene Kleidung. Trockengelegt und sehr hungrig fahren wir zur Cachassaria, einer Schnaps-Brennerei. Das Ehepaar, das die Zuckerrohr-Mühle betreibt, begrüßt uns sehr herzlich und natürlich mit einem Schnaps. Nach dem obligatorischen Churrasco klettern wir wieder in den Bus. Ein kurzer Stopp noch, um die fantastische Milchstrasse und den traumhaft klaren Sternenhimmel zu bewundern, dann geht`s zurück nach Estaleiro.

...bis zum Höhepunkt - Sprung aus 5 m Höhe!
...bis zum Höhepunkt - Sprung aus 5 m Höhe!

Nach einem Tag Erholung am Strand geht es zur Trekking-Tour am Affenfelsen. Nach dem Frühstück brechen wir auf. Eine gute Stunde später erreicht der Bus den Lagerplatz. Umgeben von zwei rauschenden Flüssen befindet sich eine von Felsen eingerahmte Feuerstätte und ein kleiner Zeltplatz. Hier werden wir die Nacht verbringen. Ausgerüstet mit Trekkingschuhen, Wanderrucksack und Schlangen-Chaps (Ledergammaschen für die Unterschenkel) setzt sich unsere kleine Gruppe in Bewegung. Begleitet von Adi`s Erklärungen von Flora und Fauna sowie dem ein oder anderen Snack am Wegesrand („Kannste essen, is nich giftig“), wandern wir immer tiefer in den Regenwald.

dichter Regenwald
dichter Regenwald

Zwischendurch gibt`s noch ein paar Verhaltensregeln: Hundekastrierern nicht zu nahe kommen (Pflanzen mit einer Haifisch-Haut, die unangenehme Schnittwunden produziert), „Sau-Titten“-Baum nicht anfassen (der Baum hat Dornen, die aussehen, wie der Name schon sagt) und dichtes Vorbeilaufen an seitlichen Hängen vermeiden (Schlagen beißen nicht nur in Beine).

Dann beginnt der Aufstieg. „Beine einseifen“ sagt Adi noch, bevor wir mühsam den dichten Wald hochkraxeln. Adi`s Machete macht den Weg frei. Obwohl die Lufttemperatur bei erträglichen 20 °C liegt, bricht uns bald der Schweiß aus. Immer wieder legen wir kleine Pausen ein, um den Herzschlag zu bremsen und den Durst zu löschen. Als wir oben ankommen, machen wir unsere Mittagspause. Schnell ein paar große Blätter auf dem Boden verteilt und das Lunch-Paket ausgepackt.

Wir bahnen uns unseren Weg
Wir bahnen uns unseren Weg

Mitten im Wald schmeckt das Sandwich doppelt so gut. Nun geht`s gestärkt an den Abstieg. Wir umrunden den Berg und gelangen zu einem einladenden Wasserfall. Trotz aufgeheizter Körper traut sich niemand ins kühle Nass. Wir setzen den Rückweg durch die Schlucht fort. Als wir erschöpft am Lagerplatz ankommen, erwartet uns eine Überraschung. Fatima ist gekommen und hat bereits alle Zelte aufgestellt, den Tisch gedeckt und eine große Kiste mit herrlich kaltem Bier mitgebracht. Wir sind begeistert! Als Vorspeise gibt es eingelegte Wachteleier. Beim abendlichen Churrasco am Lagerfeuer trinken wir noch das ein oder andere Bier und fallen dann erschöpft in die Zelte.

Abendessen vom Lagerfeuer
Abendessen vom Lagerfeuer

Die Nacht ist kurz und hart, aber trotz felsigem Untergrund tut uns am nächsten Morgen kaum etwas weh. Fatima kocht heißen Kaffee auf dem offenen Feuer und die Lebensgeister erwachen. Nach dem Frühstück brechen wir zu einer weiteren Tour in den Wald auf. Ziel ist es, mindestens eine Staude reifer Bananen und wilde Mandarinen zu finden und zu verspeisen. Einige Bananen-Bäume fallen der Machete zum Opfer. Aber diese haben bereits getragen und tun dies auch nie wieder, weil Bananenbäume nur einmal tragen. Nun üben wir alle der Reihe nach, wie man mit einem beherzten Schlag der Machete den stämmigen grünen Freund umhaut. Gar nicht so einfach. Da wir weit und breit keine reifen Bananen ausmachen können, trösten wir uns zunächst mit wilden Mandarinen, die wir auf einer Lichtung vom Baum pflücken. Das Aroma ist intensiver als bei denen aus deutschen Supermärkten. Köstlich!

Stolze Bananenjäger
Stolze Bananenjäger

Wir brechen zu unserer letzten Mission auf: findet die Bananen. Meistens waren die Vögel und die anderen Tiere im Wald einfach schneller. Als wir schon im Abstieg begriffen sind, entdeckt Adi eine vielversprechende Staude. Mit vereinten Kräften wird der Baum niedergestreckt und die gelben Köstlichkeiten mit einer Liane am 2- Mann-Tragestock vertäut. Noch sind einige der Früchte grün und so nageln wir die Staude nach unserer Rückkehr direkt über die Theke in der Bar in Estaleiro zum Nachreifen.

Fatima stellt aus den kleinen süßen Früchten Bananenpuffer her und serviert sie uns am nächsten Morgen zum Frühstück. Den darauf folgenden Tag nutzen wir zu einem Shopping-Raubzug in Balneário Camboriú. Wir steuern als erstes auf die „Casa di Carne“ zu. Neben Fleisch kann man dort auch gute Weine, Wachteleier und andere Delikatessen kaufen. Direkt daneben erstreckt sich der riesige Gebäudekomplex des Supermarkts „Angeloni“. Neugierig betreten wir den Konsumtempel. Im Gegensatz zu dem kleinen „Tante- Emma-Laden“ in Estaleiro, gibt es hier ein erschlagendes Sortiment: von Obst über Ethno-Food bis hin zu kniehohen Wachteleiergläsern, gibt es hier alles zu kaufen was das Herz begehrt. Sogar Maggi-Tütensuppe und Red Bull füllen die Regale. Schwer bepackt setzen wir unseren Raubzug fort. Mittags kehren wir in eine der vielen Churrascarien (Grill-Restaurants) ein und schlemmen beim Rodízio livre (Allyou- can-it zum Festpreis von 18 Real pro Person; rund 5 Euro).

Essen bis zum Platzen in der Churrascaria
Essen bis zum Platzen in der Churrascaria

Schwerbepackt und gebeugt unter der Last der erstanden Andenken und brasilianischen Köstlichkeiten, geht es dann mit dem Bus zurück nach Estaleiro. Am nächsten Abend fahren wir alle gemeinsam zum Abschiedsessen in eine Churasscaria. Auf dem Buffet finden sich allerlei Gemüse wie Palmherzen, verschiedene Salate, alle Sorten Oliven, Nudeln, Kartoffeln, Maniok-Kroketten, Pommes frites und andere Beilagen, südamerikanischer Käse und allerlei Desserts. Es gibt sogar Sushi und natürlich: eingelegte Wachteleier. Die Kellner kommen abwechselnd mit großen Fleisch-Spießen vorbei. Wer davon essen möchte, lässt sich ein Stück abschneiden. Es gibt alle Sorten Rind und Schwein und sogar Wildschwein und Wachteln. Wir hören erst auf, als alle kugelig gegessen sind.

Abschiedscaipi
Abschiedscaipi

Zurück in Estaleiro nehmen wir an der Bar einen Abschieds-Caipirinha. Am nächsten Morgen frühstücken wir noch gemeinsam und dann bringt Adi den ersten Heimkehrer zum Flughafen. Wir brechen nach dem Mittagessen auf in Richtung Florianòpolis. Adi verabschiedet uns herzlich und als wir mit dem Flugzeug abheben sind wir uns sicher: Wir kommen wieder!

Der letzte Sonnenaufgang in Estaleiro für uns
Der letzte Sonnenaufgang in Estaleiro für uns

P.S. Mit dem Angeln hat es schließlich auch noch geklappt!

Jacqueline Jagusch