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Unsere 10 Top Sehenswürdigkeiten in Recife

27.11.2018
Segelboote in Porto de Galinhas

Eine der schönsten Großstädte Brasiliens...

Pernambuco ist der größte der fünf kleinen brasilianischen Bundesstaaten im äußersten Nordosten. Die lebhafte Hauptstadt Recife und das direkt nördlich davon gelegene barocke Olinda sind die größten touristischen Attraktionen Pernambucos. Der Bundesstaat war zur Kolonialzeit Brasiliens reichste Region, vor allem auf Grund der vielen Zuckerrohrplantagen und dem damit verbundenen hochprofitablen Exportgut. Im Verlauf des 18. Jahrhunderts hat sich nach dem wirtschaftlichen auch das politische Zentrum Brasiliens mehr und mehr in Richtung Süden verlagert.

Heute ist die lebendige Metropole mit über 1,6 Millionen Einwohnern eines der aufstrebenden Ziele für Strand- und Schön-Wetter-Liebhaber. Begünstigt wird der Tourismus durch das ganzjährig sommerlich warme Klima.
Der Name der Stadt bedeutet ins Deutsche übersetzt „Riff“, was auf die vielen Felsen- und Korallenriffe zurückzuführen ist, welche sich vor der Küste Recifes erstrecken. Falls Recife auch Ziel Ihres Brasilien Urlaubs werden sollte, möchten wir Ihnen direkt ein paar Empfehlungen mit auf die Reise geben.

Strände in und um Recife

Genau hinter den Riffen, die als Wellenbrecher die Wucht des Atlantiks nehmen, bilden die breiten Sandstrände und das kaum bewegte Wasser eine überdimensionale Badewanne. Recifes moderner Stadtteil „Boa Viagem“, indem sich viele gute Hotels und einige gehobene Restaurants finden, verläuft am gleichnamigen und bekanntesten Stadtstrand entlang. Tagsüber ist die Uferpromenade zudem ein beliebter Treffpunkt von Einheimischen und Touristen.
Weitere beliebte Strände befinden sich innerhalb oder in Reichweite der Stadt, wie beispielsweise das 60 Kilometer südlich gelegene Porto de Galinhas.

Porto de Galinhas

Die 4 Kilometer lange Badebucht zählt zu den populärsten an der Südküste Pernambucos. An einem Teil der Bucht sind meist starke Wellen vorzufinden, was ihn zum beliebten Ziel für Wassersportler macht. An dem ganzjährig gut besuchten Ort sind die Möglichkeiten zum Wassersport fast unbegrenzt. Außerdem ist Porto de Galinhas für sein klares, teils türkisfarbenes Wasser und seine natürlichen Pools bekannt. Nicht zuletzt deswegen wird der Strand von vielen zu den Besten Brasiliens gezählt und wurde dafür auch schon ausgezeichnet. In den letzten Jahren sind dort zudem zahlreiche schöne Hotels, Strandbars und ansprechende Restaurants entstanden. Definitiv einen Ausflug wert!

Die Altstadt

Auch einen Ausflug ist die Altstadt von Recife wert! Das historische Zentrum ist auf zwei Inseln gelegen, welche nur wenige Meter vom Festland entfernt sind. Das Stadtbild prägen mehrere Flüsse sowie Kanäle, weswegen Recife des Öfteren als das „Venedig Brasiliens“ bezeichnet wird. Heute überspannen mehr als sechzehn Brücken alleine den Rio Capibaribe und den Rio Pena. Die Erbauung einiger Gebäude der Altstadt reicht bis in die Kolonialzeit zurück. Die zentrale Altstadt besteht aus den Vierteln Santo Antônio und São José, die beide auf der Insel „Ilha Joana Bezerra“ liegen.

Teatro Santa Isabel

Einen Rundgang durch Recifes sehenswerte Altstadt beginnt man auf der „Praça da República“ im Stadtteil Santo Antônio. An diesem Platz befindet sich das „Teatro Santa Isabel“, welches 1850 im neoklassizistischen Stil erbaut wurde und zu den schönsten Gebäuden der Stadt zählt.

Praça da República

Der Platz befindet sich am nördlichen Ende des Stadtteils Santo Antônio, direkt am Ufer des Rio Capibaribe. Wunderschöne Gebäude aus dem 19. Jahrhundert umgeben diesen Platz. So unter anderem der „Palácio do Governo“, sowie der „Palácio da Justiça“. Der in hellen Pastellfarben gestrichene Palast des Gouverneurs trägt den offiziellen Namen „Palácio do Campo das Princesas“ und wurde 1841 fertiggestellt . Der gegenüberliegende Gerichtshof ist gleichzeitig als älteste juristische Fakultät Brasiliens Teil der katholischen Universität.

Capela Dourada

Im selben Viertel befindet sich die „Capela Dourada“, zu deutsch „Goldene Kapelle“. Sie ist das wichtigste sakrale Bauwerk der Stadt und wurde 1697 von Laienbrüdern des Franziskanerordens erbaut.
Der Innenraum der Kapelle wurde mit mehr Gold ausgeschmückt, als jede andere Kirche in Brasilien, ausgenommen der „Igreja e Convento de São Francisco“ in der bahianischen Hauptstadt Salvador. An die Kirche sind ein Kloster sowie ein Museum angegliedert. Der Gebäudekomplex ist eines der bedeutendsten Beispiele barocker Sakralarchitektur in Brasilien.

Casa da Cultura de Pernambuco

Diente die „Casa da Cultura de Pernambuco“ vor über einhundert Jahren noch als Gefängnis, fungiert sie heute als das größte Zentrum des Kunsthandwerks in Recife. Sie befindet sich acht Häuserblocks vom „Teatro Santa Isabel“ entfernt auf der Rua do Sol. Das Gebäude wurde im Jahr 1975 umgestaltet. Dabei wurden die alten Zellen in Geschäfte umgewandelt, in denen nun zahlreiches kreatives Kunsthandwerk zum Verkauf angeboten wird.

Museen in Recife

Auch an Museen hält die Metropole einiges bereit. So unter anderem das „Museu da Cidade“, wo Dokumente und Landkarten die Geschichte Recifes erzählen, oder das „Museu de Trem“ im alten Bahnhofsgebäude. Dieses stellt neben historischen Dampflokomotiven und Waggons auch alte Fahrkartenautomaten und Zugschilder zur Ansicht aus. Das Bahnhofsgebäude befindet sich im Übrigen direkt neben dem Kulturhaus.
Unter den vielen Museen sticht eines ganz besonders hervor: das „Museu do Homem do Nordeste“. Wie der Name unschwer erkennen lässt, sind die Ausstellungen den Menschen des Nordostens gewidmet. Sie dienen dem Zweck, einen Einblick in die Kultur und Geschichte der vom Zuckerrohr geprägten Region zu verschaffen.

Itamaracá und Igarassú

Etwa 40 Kilometer von Recife entfernt in Richtung Norden befindet sich die Insel Itamaracá, welche die besten Strände nördlich von Recife besitzt. Auf dem Weg zur Insel, direkt an der Bundesstraße, liegt die historische Stadt Igarassú.
In dieser Stadt ist die älteste Kirche Brasiliens beheimatet. Die fast fünf Jahrhunderte alte „Igreja de Cosme e Damião“ stammt aus dem Jahr 1535 und wurde von der portugiesischen Krone in Auftrag gegeben. Hintergrund war die Ankunft des portugiesischen Seefahrers und Gründers von Olinda, Duarte Coelho, der in jenem Jahr in Pernambuco landete und für die Portugiesen die Kontrolle über das Gebiet erlangte. Im benachbarten „Museu Histórico“ können barocke Kunstschätze und Waffen aus dem 17. bis 19. Jahrhundert betrachtet werden.

Die Insel Itamaracá kann nicht nur mit mehreren schönen Stränden glänzen, sondern ist ebenfalls reich an kolonialen Schätzen. Zu denen zählt in erster Linie „Vila Velha“, die erste von den Portugiesen gegründete Siedlung der Insel. Ihre Errichtung reicht ebenfalls ins Jahr 1535 zurück. Den zentralen Platz umgeben zahlreiche Gebäude aus der Kolonialzeit, aus denen die Kirche „Nossa Senhora da Conceição“ aus dem 17. Jahrhundert heraussticht. Weiterhin von besonderem Interesse ist das „Fort Orange“, welches im Jahr 1631 von holländischen Invasoren errichtet wurde.

Recife und seine nähere Umgebung zeugen, wie charakteristisch für den Nordosten Brasiliens, von vielen atemberaubenden Stränden und bedeutenden historischen Bauwerken. Brasilien Reisenden, die eine besondere Begeisterung für portugiesische und barocke Kolonialarchitektur hegen, sei die an Recife angrenzende Stadt Olinda ans Herz gelegt. Sie zählt zu den ältesten Städten des gesamten Landes und trägt die Schönheit nicht nur in ihrem Namen. So gilt sie allgemein als ein Juwel kolonialer Architektur. Olinda gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe und ist bis heute ein Spiegelbild der europäischen Kultur des 17. und 18. Jahrhunderts. Daher hat sie unserer Meinung nach Ihren Besuch verdient, genau wie Recife!

Quellen: Polyglott (Apa Guide BRASILIEN), www.wikipedia.org

Quelle: Aventura do Brasil