Foz do Iguacu - Informationen

Naturpark, Wasserfälle und der größte Staudamm der Welt - Itaipu

Der Aufenthalt bei den gigantischen Wasserfällen von Iguacu ist einer der absoluten Höhepunkte jeder Brasilienreise. 

Hotels in Foz do Iguacu

Reisebausteine in Foz do Iguacu

 

Die Iguacu-Wasserfälle - "großes Wasser" in der Sprache der Guarani - sind eines der vielen Naturwunder Brasiliens. Die 275 Wasserfälle (!!) erstrecken sich über eine Breite von 3 km und fallen 80 m in die Tiefe. Dadurch sind sie breiter als die Victoria-Fälle, höher als die Niagara-Fälle und schöner als beide.

Weder Worte noch Fotos werden ihnen gerecht, man muß sie gesehen und gehört haben.

Jahrtausendelang waren die Wasserfälle eine heilige Begräbnisstätte für die Stämme der Tupi-Guarani und die Paraguas, ehe sie der weißen Mann entdeckte.

Die Gegend umfasst noch eine der am besten erhaltenen Urwälder des Landes, reich an Bromelien, Orchideen, Zedern und Araukarien. Im Nationalpark von Iguacu gibt es auch Sperber, Spechte, Eulen, "Macucos" und Reiher, sowie Säugetiere wie "Quatis", Affen, Tapie, Otter und "Ariranhas".

 

Die Sage

Erzählungen der Caingangues-Indianer zufolge sandte der Götterkönig Tupá seinen Sohn, M'Boi, den Schlangengott, damit er über den Volksstamm wache. M'Boi lebte im Paraná-Fluß. Der Häuptling des Stammes, Igobi, hatte seine bildhübsche Tochter Naipi dem Gott M'Boi versprochen, der sich unsterblich in sie verliebt hatte. Unglücklicherweise war aber ein Stammeskrieger, Tarobá, der Geliebte Naipis. Am Hochzeitstag M'Bois Naipis flohen daher letztere und ihr Geliebter Tarobá mit einem Kanu über den Fluß. Maisalkohol hatte die Stammesbrüder in einen Rauschzustand versetzt, so daß sie die beiden nicht bemerkten. Bloß M'Boi erwachte vom Geräusch der aufs Wasser schlagenden Ruder und ließ, fuchsteufelswild über den Betrug, durch einen kraftvollen Schwanzschlag eine Schlucht entstehen, in die das Liebespaar hineinstürzte. Naipi wurde in einen Felsblock am Fuß der Wasserfälle verwandelt und ist so ständig der Gewalt des Flusses ausgesetzt. Tarobá ist ein die Fälle überragender Palmbaum geworden, der bis in alle Ewigkeit seine große Liebe betrachten muß, ohne zu ihr gelangen zu können.

Unter besagter Palme verbirgt sich eine Höhle, in der sich M'Boi versteckt hält und sich am Unglück der Liebenden ergötzt. Kein feiner Zug ... Seine Schadenfreude und sein Lachen werden jedoch durch den Lärm der herabstürzenden Wassermassen übertönt. Die Palme ist eindeutig zu erkennen, den Felsen erahnt man bloß.

(Quelle:  Lateinamerika Blog)

 

Foz Iguacu: Die großen Wasser 

  • Gründung: 1914
  • Lage: 164 Meter über Meer
  • Bevölkerungszahl: 277.400 (Stand 2003)
  • Grösse/km2: 590,3 km2
  • Bevölkerungsdichte/km2: 439,48 Einw./km2
  • Regenzeit: unterschiedlich je nach Jahreszeit

 

Die Stadt Foz do Iguacu

Sie liegt an der Einmündung des Rio Iguacu in den Rio Parana - genau im Dreiländereck Brasilien, Argentinien, Paraguay - im äussersten Westen des Bundesstaates Parana, 639 Kilometer von der Hauptstadt Curitiba entfernt. Landverbindung zwischen den beiden Städten ist die Bundesstrasse BR-277 - aber die meisten Besucher kommen auf dem Luftweg hierher - im Direktflug von Rio de Janeiro oder Sao Paulo. Die Stadt ist Eingangstor zu einer der grössten touristischen Attraktionen Brasiliens, den Cataratas do Iguacu - jenen weltberühmten Wasserfällen 28 Kilometer südöstlich der Stadt, innerhalb des Parque Nacional do Iguacu, an der Grenze zwischen Brasilien und Argentinien gelegen.

"Presidente Tancredo Neves"

Die Brücke verbindet Foz do Iguacu mit Puerto Iguacu, in Argentinien - sie wurde am 29. November 1985 (nach fast 3 Jahren Bauzeit) eingeweiht, von den Präsidenten Jose Sarney (Brasilien) und Raul Alfonsin (Argentinien). Die Brücke erhielt ihren Namen zu Ehren des brasilianischen Präsidenten aus Minas Gerais, der bereits gewählt, kurzfristig verstarb, ohne sein Amt angetreten zu haben. Die Brücke hat eine Länge von 489 m, eine Breite von 16,50 m und 220 m Abstand zwischen den mittleren Pfeilern - sie verbindet die RN-12 auf argentinischer Seite, mit der BR-469 in Brasilien.

 

"Internacional da Amizade" (Brücke der Freundschaft)

Verbindet Foz do Iguacu mit Ciudad del Este, in Paraguay - sie wurde 1965 (nach 9 Jahren Bauzeit) von den Präsidenten Castello Branco (Brasilien) und Alfredo Stroessner (Paraguay) eingeweiht. Damit die Schifffahrt während der Hochwasser-Periode nicht beeinträchtigt würde, hat man ihre Länge auf insgesamt 552,40 m ausgedehnt - mit einem freitragenden Bogen zwischen den beiden mittleren Pfeilern, von 303 m (der bisher grösste freitragende Brückenbogen der Welt) - Breite 13,50 m, die Höhe vom Flussbett gemessen beträgt 78 m und 32 m über dem normalen Wasserspiegel. Die Brücke befindet sich am westlichen Zipfel der Stadt und dem Ende der BR-277 - sie verbindet mit der Strasse Ruta-01 nach Assuncion (305 km).

Marco das Tres Fronteiras

Wo die Grenzen aller drei Länder zusammenstossen, haben Brasilien, Argentinien und Paraguay bereits im Jahr 1903 beschlossen, diese Stelle von allen drei Seiten her zu markieren. Also stellte jedes Land einen Obelisken auf - jeder bemalt mit den Farben seines Landes. Der brasilianische hat die Form einer Pyramide, und eine Aussichtsplattform, welche eine gute Panoramasicht hinein in die drei Länder bietet. Von hier aus kann man ebenfalls den Zusammenfluss des Rio Iguacu mit dem Rio Parana überblicken. Am gleichen Ort befindet sich auch ein Gedenkstein zu Ehren des Alvaro Nuñes Cabeza de Vaca, der im Jahr 1542 die Iguacu-Wasserfälle entdeckt hat.

Der Nationalpark von Iguacu

Die Wasserfälle von Iguacu sind für viele Brasilienbesucher die grösste Attraktion überhaupt: Sie werden vom Fluss gleichen Namens gespeist - entdeckt hat sie der Spanier Alvaro Nunes, im Jahr 1542, der in die Geschichte als Cabeca de Vaca (Kuhkopf) eingegangen ist. Er nannte die Fälle Saltos de Santa Maria - dieser Name verlor sich jedoch im Lauf der Geschichte, und man übernahm die Bezeichnung Iguacu von den lokalen Tupi-Guarani-Indianern, die in dem "Grossen Wasser" als heilige Begräbnisstätte, ihre Toten versenkten.

Der Rio Iguacu entspringt unweit von Curitiba in dem Küstengebirge Serra do Mar, auf einer relativ bescheidenen Höhe von 1.300 Metern und fliesst über eine Länge von 1.320 km von Ost nach West dem Rio Parana zu. Unterwegs nimmt er das Wasser von mehreren Dutzend Nebenflüssen auf, und 15 km vor seiner Einmündung stürzt er, inmitten eines 250.000 Hektar grossen Urwaldgebietes, mit grossem Getöse über ein hufeisenförmiges Felsenrund von 2.700 Metern Ausdehnung. Der Fluss teilt sich in 20 grosse und über 250 kleinere Fälle, die durchschnittlich ca. 1750 Kubikmeter pro Sekunde an Wasservolumen über die Felsenterassen transportieren. Die Iguacu-Fälle sind in Ihrer Ausdehnung breiter als die Victoria-Fälle, höher als die des Niagara und schöner als beide. Weder Worte noch Fotos werden ihnen gerecht - man muss sie gesehen und gehört haben.

Das Urwaldgebiet rund um die Fälle - insgesamt 250.000 Hektar schönsten tropischen Regenwaldes, eine der grössten Waldreserven Südamerikas - wurde als Parque Nacional de Iguacu (185.000 ha), auf der brasilianischen Seite, und als Parque Nacional Iguacu (65.000 ha), auf der argentinischen, bereits 1939 unter Naturschutz gestellt. Im Jahre 1986 wurde das Gebiet von der UNESCO - zusammen mit dem Pantanal - zum Heritage of Mankind erklärt. Das einzigartige Naturschauspiel wird jährlich von über 1,5 Millionen Besuchern aus aller Welt bewundert.

Die Iguacu-Fälle bilden eine natürliche Grenze zwischen Brasilien und Argentinien. Allerdings entfällt das grössere Stück der Fälle auf Argentinien - deshalb sollte man, um die Wasserfälle auch in ihrem Gesamt gesehen zu haben, auf beiden Seiten gewesen sein. Von der brasilianischen Seite aus bekommt man einen besseren Gesamteindruck, während man auf der argentinischen Seite näher an sie herankommt. Die beste Zeit, sich die Fälle anzusehen, ist von August bis November. Von Mai bis Juli sind sie zwar gewaltig, durch ihr Hochwasser, man kommt aber aus demselben Grund nicht nahe genug an sie heran.

Die brasilianische Seite der Wasserfälle ist, wie gesagt, die in ihrem Gesamtbild imposantere: Man hat von hier einen Blick auf den schäumenden unteren Rio Iguacu und hinauf zur herabstürzenden 800 Meter breiten Wasserfall-Front. Der brasilianische Park rundherum ist mit 1.850 Quadratkilometern, gegenüber dem argentinischen mit nur 650 Quadratkilometern, zwar der grössere, aber der argentinische ist in einem besseren Zustand. Wenn Sie Mut haben, dann leisten Sie sich einen Helikopter-Rundflug über den Fällen: Überwältigende Eindrücke während dieses 8-Minuten-Vergnügens in der Luft erwarten Sie.

Die argentinische Seite der Wasserfälle ist dafür bekannt, dass man hier die Fälle nicht nur aus nächster Nähe betrachten, sondern auch zwischen ihnen spazieren gehen kann. Die Gesamtausdehnung der hufeisenförmigen Wasserfall-Front auf argentinischer Seite beträgt 1.900 Meter, sodass sich insgesamt - auf brasilianischer und argentinischer Seite - eine Wasserfall-Front von 2.700 Metern ergibt! Es gibt im argentinischen Park drei Wanderwege, von denen man sich den zur Garganta del Diablo, dem Teufelsschlund, wegen des dramatischen Effekts bis zum Schluss aufsparen sollte: über ein System von Holzstegen gelangt man zu einem Kessel, in den 14 gewaltige Fälle Wasser in 90 Meter Tiefe hinabschleudern. Man steht dicht über diesem Abgrund - die Aus- beziehungsweise Einsicht ist hypnotisierend: das Donnern im Ohr - riesige Regenbögen vor Augen - alles durchnässender Dunst - ein urgewaltiges Schauspiel.

Flora und Fauna

Die Flora im Nationalpark von Iguacu setzt sich grundsätzlich aus zwei Vegetations-Gruppen zusammen: dem stationären tropischen Regenwald und dem Araukarien-Wald. Die Fauna ist von repräsentativem Charakter: mehr als 200 Vogelarten, vertreten durch Papageien, Tukane, Falken, Kolibris, Jabiru-Störche - unter ihnen so seltene Arten wie der Arara-Caninde oder der Papagaio-de-peito-roxo, der Gavião-pega-macaco oder die Tauchente. Hier hat man allein 257 Schmetterlingsarten identifiziert, 18 Fisch-Arten, 12 Amphibien-Arten, 41 Schlangen-Arten, 8 Eidechsen-Arten, 3 Leguan-Arten und 45 Arten von Säugetieren. Unter den Säugetieren sind auch so gefährdete Arten wie der gefleckte Jaguar (Panthera onca) und der Puma (Puma concolor), Raubtiere, die einen relativ grossen Lebensraum beanspruchen und die in diesem Park das letzte Refugium dieser Region gefunden haben.

Im Jahr 2.000 trat eine völlig neue Besuchs-Struktur des Parque Nacional do Iguacu in Kraft, die dem Besucher mehr Sicherheit und Qualität des Service garantiert und gleichzeitig beabsichtigt, den Besucher für den Umweltschutz zu motivieren und zu erziehen.

Parque das Aves

Dies ist ein Vogelpark innerhalb des Nationalpark-Geländes, der 1994 gegründet wurde. Ein Erlebnis der besonderen Art, dass man als Besucher auf keinen Fall auslassen sollte, denn auf eine sehr einfühlsame Art und Weise - und vor allem, mit viel Platz - hat man hier auf 16,5 Hektar Fläche innerhalb nativen Waldbestandes zirka 900 Exemplare von 180 verschiedenen Vogelarten untergebracht. In ihrer Mehrheit brasilianische Arten, aber auch Spezies aus Afrika, Asien und Australien, sind in grosszügigen, durch Maschendraht getrennten und zwischen der nativen Vegetation eingerichteten Lebensräumen untergebracht, die der Besucher auf einem insgesamt 1.000 Meter langen Pfad jeweils betritt und wieder verlässt. Darüber hinaus gibt es ein Schmetterlingshaus, in dem -zig Arten von Schmetterlingen den Besucher umflattern - ein Kolibri-Haus, in dem man die kleinen Nektar-Sauger beobachten kann - und ein Reptilien-Haus, mit Schlangen und Kaimanen.

 

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